Home > Konten > Tagesgeld oder Festgeld?

Tagesgeld oder Festgeld?

1. Oktober 2009 Redaktion

Sowohl Tagesgeld- als auch Festgeldanlagen haben Vor- und Nachteile. Welche dieser beiden Anlageformen in Frage kommt, hängt von den persönlichen Anlagepräferenzen und auch vom aktuellen Marktzins ab.

Tagesgeld ist die richtige Geldanlage für alle, die täglich über ihr Guthaben verfügen können möchten. Wie bei einem Girokonto kann das Geld jederzeit komplett abgehoben werden. Somit eignet sich ein Tagesgeldkonto vor allem für die kurzfristige Geldanlage. Im Gegensatz zu einem Sparbuch wird Tagesgeld aber trotzdem ordentlich verzinst. Allerdings ist der Zinssatz variabel, d.h. dass er von der Bank stets an die aktuelle Marktlage angepasst wird. Bei niedrigen Marktzinsen sind somit auch die Tagesgeldzinsen niedrig. Dieser Nachteil fällt jedoch nicht so stark ins Gewicht, da der Anleger jederzeit die Möglichkeit hat, sein Geld anderweitig anzulegen, z.B. in Aktien oder Fonds.

Für die mittel- bis langfristige Geldanlage ist dagegen Festgeld besser geeignet. Zum einen ist der Zinssatz meist höher als beim Tagesgeld und zum anderen ist der Zinssatz über den gesamten Anlagezeitraum festgeschrieben. Die festen Zinsen sind vor allem dann von Vorteil, wenn die Festgeldanlage in Zeiten hoher Zinsen abgeschlossen wurde und während der Laufzeit der Marktzins sinkt. Im umgekehrten Fall von steigenden Marktzinsen wird der feste Zinssatz beim Festgeld jedoch zum Nachteil. Während nun die Tagesgeldzinsen steigen, kann der Festgeldanleger bis zum Ende der Laufzeit nicht vom höheren Marktzins profitieren. Daher sollte man nur dann in Festgeld investieren, wenn man damit rechnet, dass die Zinsen in naher Zukunft nicht stark steigen werden. Auch sollte man das Geld für eine Festgeldanlage auch wirklich übrig haben. Das Geld steht schließlich während der gesamten Anlagedauer nicht zur Verfügung.

Kommentare sind geschlossen