Investment in Kommunalobligationen
Immer wieder hört man von absolut sicheren Geldanlagen, in die man investieren kann aber gibt es solche Geldanlagen überhaupt? Nun, die gibt es durchaus. Da wären z. B. Kommunalobligationen aber was sind eigentlich Kommunalobligationen?
Wenn eine Kommune oder Gemeinde ein Projekt (z. B. Bau einer Schule oder eines Krankenhauses) in Angriff nimmt, dann wird dafür Geld benötigt. Da man in solchen Größenordnungen auf Darlehen angewiesen ist, muss man für die entsprechenden Banken auch Sicherheiten hinterlegen. Für die Kommunen wird in solchen Fällen der Kredit von einer sogenannten Realbank gewährt. Im Gegenzug verkauft eine solche Bank zur Refinanzierung Wertpapiere, eben jene Kommunalobligationen, die fest verzinslich sind. Diese Obligationen werden von der betreffenden Gebietskörperschaft abgesichert.
Wenn man also sein Geld in Kommunalobligationen investiert, dann hat man eine mehr als sichere Investition getätigt, denn schließlich besitzen die Körperschaften des öffentlichen Rechtes die absolut höchste Bonität. Obendrein gelten diese Obligationen als mündelsicher, womit nichts anderes gemeint ist, dass eine Obligation absolut wertsicher ist. Während bei vielen anderen Geldanlagen immer ein gewisser Unsicherheitsfaktor mit im Spiel ist, hat man eine 100 %ige Garantie für den Werterhalt dieser Wertpapiere. Selbst wenn einmal die Kommune selbst den betreffenden Geldbetrag für die Obligation nicht mehr zurückzahlen kann, dann steht automatisch der Staat für diese Schuld ein.
Da die Städte und Gemeinden eigentlich immer Geld benötigen kann man auch ständig Kommunalobligationen erwerben. Allerdings sind diese nur in bestimmter Anzahl verfügbar, da die Summe der ausgegebenen Wertpapiere nicht die Kreditsumme der Kommune überschreiten darf. Die Kosten bestimmt der Käufer in gewisser Weise selbst, da nur er entscheidet, wie viele solcher Obligationen er erwerben möchte.