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Festverzinsliche Anleihen – Rendite und Risiko

3. Dezember 2009 Redaktion

Festverzinsliche Anleihen, die auch als Rentenpapiere bezeichnet werden, gehören zur Gruppe der festverzinslichen Wertpapiere. Sie werden von Unternehmen, aber auch von Staaten zur Finanzierung verschiedener Projekte ausgegeben. Anleger, die ihr Geld hierfür zur Verfügung stellen, erhalten, ähnlich den Termingeldern der Banken, eine während der Laufzeit eine fest vereinbarte Verzinsung. Zum Ende der Laufzeit wird dann der gesamte Anlagebetrag zurückgezahlt.

Die festverzinsliche Anleihe birgt dabei sowohl Chancen als auch Risiken. Zu den Chancen einer festverzinslichen Anleihe gehört zum Beispiel die im Vergleich zum Termingeld höhere Rendite, die hiermit erzielt werden kann. Schließlich orientieren sich die Renditen nicht nur am Zinsniveau allgemein, sondern auch am Risiko, welches die festverzinsliche Anleihe bietet. Gerade Unternehmen mit einer eher negativen Bonität müssen daher höhere Zinssätze für ihre festverzinsliche Anleihe bezahlen, um das jeweilige Risiko für die Anleger kompensieren zu können. Anleger können dabei Renditen von 8-9% p.a. erreichen.
Zum Risiko der festverzinslichen Anleihe gehört in erster Linie das Ausfallrisiko des Emittenten. Würde dieser nämlich während der Laufzeit der Anleihe Insolvenz anmelden müssen, würden nicht nur die Zinszahlungen verloren gehen, sondern es ist auch die Rückzahlung der Anleihe gefährdet. Das Risiko des jeweiligen Emittenten wird dabei regelmäßig von verschiedenen Ratingagenturen geprüft, so dass Anleger sehr gut erkennen, welche festverzinsliche Anleihe nur ein geringes Risiko trotz hoher Rendite bietet. Als sehr sicher werden beispielsweise festverzinsliche Anleihen der Bundesrepublik Deutschland eingeschätzt, die jedoch nur eine durchschnittliche Rendite bieten. Wie auch bei anderen Wertpapieren gilt: Je höher das Risiko, desto höher ist auch die Rendite.

Neben dem Emittentenrisiko bietet die festverzinsliche Anleihe aber auch noch das Risiko des Kursverlustes. So sind Anleihen während der Laufzeit nur zum jeweils aktuellen Kurs veräußerbar. Dieser Kurs kann in Abhängigkeit von Bonitätsveränderungen des Emittenten, aber auch bei Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus variieren. Gerade in Phasen steigender Zinsen müssen festverzinsliche Anleihen dabei mit dem Risiko von Kursverlusten rechnen. Im Gegensatz hierzu konnten sich Anleger seit Herbst 2008, seitdem die Leitzinsen stark gesunken sind, über steigende Kurse festverzinslicher Anleihen freuen, die so neben dem eigentlichen Zinssatz eine höhere Rendite bescherten.

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