abgezinster Sparbrief als Geldanlage
Was einen abgezinster Sparbrief als Geldanlage aus und worin liegen die Unterschiede zu anderen Sparbriefe?
Eine Folge der Finanzkrise war nicht nur, dass die Kreditinstitute die Zinsen bei den meisten Anlageprodukten sehr stark gesenkt haben, sondern dass auch die Anleger bei der Auswahl ihrer Sparanlagen zunehmend auf Sicherheit setzen, da sie für die Zukunft bei riskanteren Anlagen erneut befürchten müssen, Verluste hinzunehmen. Das heißt aber nicht, dass Anleger ihr Geld nur noch auf das gute Sparbuch einzahlen, was bekanntermaßen so gut wie keine Zinsen bringt. Vielmehr sind Sparbriefe bei den Banken eine gefragte Geldanlage, da sie als sicher gelten und immer noch ganz gut verzinst werden.
Dabei ist zu unterscheiden zwischen zwei Arten von Sparbriefen: Demjenigen, bei dem die Zinsen regelmäßig gutgeschrieben werden und dem abgezinsten Sparbrief.
Bei einem abgezinsten Sparbrief werden die Zinsen für die gesamte Laufzeit bei Ausgabe des Briefes vom eigentlichen Nennwert abgezogen, sodass der Kunde praktisch den Sparbrief zum Ausgabepreis erhält. Die Rückzahlung erfolgt dann nach Ablauf der Anlagefrist von fünf Jahren. Die Höhe der Zinsen ist somit die Differenz zwischen dem Ausgabepreis und den zum Laufzeitende zurückgezahlten Nennwert.
Ein abgezinster Sparbrief hat den Vorteil, dass er durch die nur einmalige Zahlung der Zinsen am Laufzeitende den Freistellungsauftrag des Anlegers nur einmal belastet. So ist er interessant für Anleger, die ihren Freistellungsauftrag immer ganz ausschöpfen. Außerdem liegt die Höhe der Verzinsung in der Regel über den Tages- oder Festgeldkonten und ist im Gegensatz zu diesen Anlageformen die gesamte Laufzeit über garantiert.
Allerdings kann der Anleger während der Laufzeit des Sparbriefes nicht auf sein Guthaben zurückgreifen. Manche Banken bieten ihren Kunden allerdings an, ihren abgezinsten Sparbrief zu beleihen.